... Sinnbild unseres Lebensweges.
Das Labyrinth ist viele tausend Jahre alt. Die Form der Struktur ist sehr klar, ihre Wahrnehmung aber war und ist nicht endgültig fixiert. Die Deutungen entsprechen den Wertvorstellungen der jeweiligen Kultur, in der das Labyrinth gebraucht wird. Sobald die Labyrinthstruktur nicht mehr verstanden wird, entsteht aus dem Labyrinth ein Irrgang.
- Ein Gang durchs Labyrinth weckt und bündelt das Bewusstsein:
- das Labyrinth hat eine überschaubare Struktur, die nicht willkürlich ist
- das Labyrinth ist eine grosse Welt an kleinstem Ort
- die verschiedensten Menschen können gleichzeitig das Labyrinth begehen
- alle sehen und erleben das Labyrinth aus ihrer Sicht, von ihrem Standpunkt aus
- Wahrnehmung und Sichtweisen verändern sich, die Bewertung ist nicht eindeutig und verändert sich auch
- die Struktur bildet die Grenze des durchgehenden Weges
- der durchgehende Weg schafft die Basis für das Labyrinthvertrauen
- der Weg hat viele Richtungsänderungen, Kehrtwendungen
- jeder einzelne Umgang ist unterschiedlich und hat seinen eigenen Wert
- jeder Umgang hat seine eigene Distanz nach innen, zur Mitte
- diese Mitte ist der eigentliche Ort der Umkehr, der Weg beginnt neu, er weist nach aussen
- jeder Umgang hat seine eigene Distanz nach aussen, zur Umwelt
- mit dem Wegcharakter des Hin und Her wechseln die Sichtweisen und Standpunkte
- im Labyrinth sind die Dimensionen des Daseins komplex enthalten
Das Labyrinth fordert die eigene Autorität und die persönliche Verantwortung heraus.
Veda - Lavendellabyrinth:
| Durchmesser: | 19,8 m |
| Pflanzen: | 1008 lavendula angustifolia "aromatica" |
| Baum: | Der Ginkgo-Baum (Fächerblattbaum, Entenfussbaum, Mädchenhaarbaum, Japanischer Tempelbaum usw.) ist seit über 400 Millionen Jahre auf der Erde heimisch. Der Grund für die bis heute große Bedeutung des Ginkgo für Kunst, Kultur und Heilkunde liegt vor allem in der Chinesischen Philosophie und der ansprechenden Morphologie des Baumes und seiner Blätter. Das in der Pflanzenwelt einzigartige zweigeteilte Blatt und seine Zweihäusigkeit wurden schon früh mit dem Symbol des Yin-Yang, in enge Verbindung gebracht. Die schlanke aufstrebende Wuchsform des Ginkgo repräsentiert nach asiatischer Philosophie das Yang und wird mit Aktivität und Lebenskraft gleichgesetzt, während zugleich die Blätter aufgrund ihrer fächerartigen Form das Yin, also Sanftheit und Weichheit, darstellen. Diese Interpretation führte frühzeitig dazu, dass der gesamte Baum in einigen Ländern als pflanzliches Symbol der Harmonie betrachtet wurde. Zusätzlich vereint der Ginkgo Langlebigkeit, Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit in sich, was zu seiner Beliebtheit und Verehrung als Kultur- oder Tempelbaum beigetragen hat. Ginkgoblätter dienten im Mittelalter zur Behandlung von Asthma, Bronchitis, Erfrierungen, Gonorrhoe, Hautkrankheiten, Husten, Magenleiden, Tuberkulose und Unruhezuständen und wurden zur Zubereitung von Heiltee verwendet. Heute wird dem Ginkgo vornehmlich eine durchblutungsfördernde Wirkung und eine Verbesserung der Gedächtnisleistung zugesprochen. Mitunter werden Ginkgo-Extrakte zur begleitenden Behandlung eines Glaukoms eingesetzt. |

