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Das blaue Gold.

„Nicht alles, was Genuss bedeutet, ist auch wohltuend, aber alles, was wohltuend ist, bereitet auch Genuss.“ (Pythagoras von Samos) ...

In diesem Sinne kann Lavendel mit seiner beruhigenden und entspannenden Wirkung in Form von ätherischem Öl, als Badezusatz, im Kräuterkissen, als Tinktur oder Tee, aber auch als aromatisches Würzkraut nach den alltäglichen Belastungen zum wohltuenden Genuss werden.

In Zeiten der Reizüberflutung mit häufigen Folgen wie Stress, Ängsten, Burn-out oder Depressionen ist es für das persönliche Wohlbefinden besonders wichtig, den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung, Arbeit und Erholung, Bewegung und Ruhe in einen gesunden Rhythmus zu bringen.

Schon Paracelsus empfahl Mittel aus Lavendel zur Schmerzlinderung und bei Nervenleiden. Tees aus den Blüten wirken bei Unruhezuständen, nervöser Erschöpfung, Einschlafstörungen, Herzklopfen, Harnverhaltung, Altersschwäche, Wechselbeschwerden, Nervenleiden, Schlaganfall und Lähmungen. Die Gallensaftbildung wird gefördert, Lavendel gehört zu den krampflösenden und blähungstreibenden Magenmitteln.
Um alles Unheil missgünstiger Geister abzuwehren, aber auch um die Luft frisch und sauber zu halten, streute man den Lavendel früher großzügig auf die (Lehm)Fußböden.

Lavendel galt als eine Pflanze der romantischen Liebe, nicht so sehr eine der sinnlichen Sexualität. Der Duft sollte gegen Liebeskummer helfen, ein Liebesbrief, der damit parfümiert wird, den Mann nachdenklich machen und von seinen übertriebenen Eigensüchtigkeiten befreien.

Rezept für die Gesundheit

Lavendeltinktur:

1 Hand voll Lavendelblüten werden mit 1/4 I klarem Obstschnaps 10 Tage angesetzt und in der Wärme stehen gelassen. Danach abfiltern und entweder als Rheumaeinreibung oder als Haartinktur bei Haarausfall verwenden.

Ätherisches Lavendelöl:

Von allen Aromaölen, zu kaufen im Fachhandel, ist Lavendelöl sicher das nützlichste. Es gehört zu den wenigen ätherischen Ölen, die direkt auf die Haut aufgetragen werden können. Allergische Reaktionen sind bislang unbekannt. Als Wundheilmittel ist es zur Behandlung von Verbrennungen und kleinen Verletzungen geeignet.
Wenn Sie an Sommerabenden im Freien sitzen wollen, ohne von lästigen Stechmücken gequält zu werden, reiben Sie sich an unbedeckten Hautstellen mit Lavendelöl ein.
Muss man vor dem Bügeln die Wäsche befeuchten, so vermengt man das Einsprengwasser mit einigen Tropfen Lavendelöl, die Wäsche duftet dann zart.

Lavendelwasser:

1/2 kg frische Lavendelblüten mit Wasser in einem großen Teekessel zum Sieden bringen.
Am Kesselausgießer einen Gummischlauch befestigen, der durch eine mit Eiswasser gefüllte Schale zu einem Glaskrug führt. Das Eiswasser kühlt den Lavendeldampf ab, sodass intensiv duftendes Lavendelwasser in den Krug tropft.
Es ist als Gesichtswasser oder Duftlotion herrlich, auch als Einreibung für die Kopfhaut.